Verwildertes Beet wieder anlegen: Unkraut, Wurzeln und Erde in den Griff bekommen
Ein Beet, das ein oder zwei Jahre sich selbst überlassen war, ist schnell nicht mehr zu erkennen. Gras wächst von der Rasenkante herein, Giersch und Quecke breiten sich unter der Erde aus. Mit der richtigen Reihenfolge bekommen Sie es wieder frei, und mit einer Bodendecke bleibt es länger so.
Auf einen Blick
- Erst die großen Pflanzen und das Gras von oben entfernen, dann die Wurzeln aus der Erde holen.
- Wurzelunkräuter wie Giersch und Quecke mit der Grabegabel herausziehen, nicht mit dem Spaten zerstechen.
- Wurzelreste von Giersch und Quecke gehören nicht auf den Kompost.
- Offene Erde danach abdecken, zum Beispiel mit Laub, Rasenschnitt oder Rindenmulch.

01Warum ein Beet so schnell zuwächst
Auf offener Erde keimen schnell angeflogene Samen, und vom Rasen schiebt sich das Gras mit Ausläufern herein. Am hartnäckigsten sind Wurzelunkräuter wie Giersch und Quecke, die sich unter der Oberfläche ausbreiten: Schon kleine Stücke ihrer Wurzeln treiben neu aus. Wer sie nur oben abschneidet, sieht sie nach wenigen Wochen wieder.
Beim Freilegen lohnt sich deshalb die Mühe, die Wurzeln wirklich herauszuholen. Was jetzt im Boden bleibt, müssen Sie im nächsten Jahr wieder jäten.
02So gehen Sie vor
- 1
Von oben abräumen
Hohes Gras, verblühte Stauden und Wildwuchs abschneiden oder ausreißen. So sehen Sie, welche Pflanzen bleiben sollen und wo die Beetkante verläuft.
- 2
Wurzeln herausholen
Die Erde mit der Grabegabel lockern und die Wurzelgeflechte herausziehen. Die Zinken holen die feinen Wurzeln aus dem Boden, ein Spaten würde sie zerteilen und weiter verteilen.
- 3
Kante ziehen
Den Rand zum Rasen neu abstechen. So erkennt man das Beet wieder, und das Gras wächst nicht gleich wieder hinein.
- 4
Abdecken
Die offene Erde mit einer Mulchschicht bedecken. Unter der Schicht keimt weniger, und der Boden trocknet nicht so schnell aus.
03Welche Bodendecke passt
04Wohin mit dem Grün
Gras, Laub und Staudenreste können auf den Kompost oder in die Biotonne. Wurzelstücke von Giersch, Quecke und anderen Wurzelunkräutern dagegen nicht: Sie wachsen im Kompost weiter und kommen mit der fertigen Erde zurück ins Beet. Größere Mengen Grünschnitt nehmen die Grüngut-Annahmestellen von aha in der Region Hannover aus privaten Haushalten an.
- Pflanzen markiert, die im Beet bleiben sollen.
- Grabegabel, Handschuhe und Eimer für Wurzelreste bereit.
- Wurzelreste von Giersch und Quecke getrennt gesammelt, nicht auf den Kompost.
- Beetkante zum Rasen neu abgestochen.
- Mulch oder Laub zum Abdecken besorgt.
- Im ersten Jahr alle paar Wochen nachsehen und neue Triebe früh herausziehen.
05Wann sich Hilfe lohnt
Ein kleines Beet am Haus ist oft an einem Nachmittag erledigt. Bei mehreren großen Beeten, die seit Jahren zugewachsen sind, kommen schnell ganze Arbeitstage zusammen. Wir legen Beete in Garbsen und der Region Hannover frei, ziehen die Kanten nach und nehmen das Grün auf Wunsch gleich mit.


